Erlebnis Schokolade

17.06.2020

Im Jahr 1819 hat François Louis Cailler in der Nähe von Vevey damit begonnen, Schokolade zu verkaufen. Kurz darauf entstand eine der ersten Schokoladenfabriken der Schweiz mit industrieller Fertigung. Damit ist Cailler die älteste noch existierende Schokoladenmarke des Landes.

Weitere Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens sind die Erfindung der Milchschokolade durch Daniel Peter, Caillers Schwiegersohn, im Jahr 1875, die Einweihung der Fabrik im waadtländischen Broc 1898 sowie die Fusion von PCK (Peter/Cailler/Kohler) mit der Nestlé-Gruppe. Dazu kommt eine Vielzahl von Schokolade-Kreationen von Frigor über Rayon bis Femina.

Heute beschäftigt das Unternehmen in Broc rund 300 Mitarbeitende. Bei Cailler wird Nachhaltigkeit grossgeschrieben: 100% der Kakaobohnen stammen aus dem Nestlé Cocoa Plan, zudem ist die Schokolade UTZ zertifiziert. Die Milch liefern seit jeher Kühe aus der Region, die in einem Umkreis von 30 Kilometern von Broc weiden. Die 47 Bauernbetriebe sind von IP-SUISSE zertifiziert und fördern mit ihrer naturnahen und umweltschonenden Produktion die Biodiversität. Rund die Hälfte der Schokoladenproduktion wird exportiert.

Cailler Produkte von Pandinavia 

2010 wurde die Erlebniswelt «Maison Cailler» eröffnet, zu dem auch ein Shop gehört. Besucher können nicht nur alle erdenklichen Schokolade-Produkte kaufen, sondern auch eine Reihe von Souvenirs. Und hier kommt Pandinavia ins Spiel. Unsere Ansprechpartnerinnen vor Ort sind Carine Chautems, Museum Merchandising & Tourism Project Specialist, und Fleur Helmig, Business Manager Maison Cailler.

Erzählen Sie, wie ist es zur Zusammenarbeit mit Pandinavia gekommen?

Carine Chautems: «Es handelte sich um eine Ausschreibung, die wir 2017 durchgeführt haben. Zur Bestückung unseres Shops hatten wir am Schluss mit verschiedenen Lieferanten zusammengearbeitet. Das wollten wir ändern. Wir stellten uns einen einzigen Partner vor, der unsere Vision versteht und durch Kreativität überzeugt. Er sollte sicherstellen, dass die Produktlinie visuell einheitlich daherkommt. Ausserdem wollten wir eine Out-of-Stock-Situation unbedingt verhindern.»

Und Pandinavia hat sich in diesem Pitch durchgesetzt?

Carine Chautems: «Und zwar mit Bravour. Sie haben von Anfang an gezeigt, dass sie verstanden haben, wohin wir wollten. Sie haben aufwändige Recherchen betrieben und daher sofort unser Vertrauen erobert. Pandinavia überzeugte mit einer holistischen Strategie, die aber von Beginn weg in konkrete Vorschläge mündete. Zudem berücksichtigt Pandinavia wo immer möglich Schweizer Lieferanten. Wir hatten intuitiv sofort ein gutes Gefühl.»

Einer der angesprochenen konkreten Vorschläge war das Modell eines historischen Holzlieferwagens, richtig?

Carine Chautems: «Richtig. Das hat uns von Anfang an überzeugt. Dieses Souvenir ist alles andere als ein Klischee-Gadget. Vielmehr verbindet es Tradition, Hochwertigkeit, Swissness und Modernität. Es passt perfekt zu unserem Angebot. Seit April ist der Lieferwagen nun im Shop und findet bereits guten Absatz. Pandinavia hat aber auch mit anderen Vorschlägen gepunktet, mit der Holzkuh beispielsweise, den Tassen oder den T-Shirts mit dem Scherenschnitt-Motiv und dem raffinierten Aufdruck. «Expect more» – die leben ihren Slogan! Das sehen wir übrigens auch in den zweimal jährlich durchgeführten Kreativ-Workshops.»

Was ist denn eigentlich das Ziel dieses Shops?

Fleur Helmig: «Der Shop ist Bestandteil des Gesamterlebnisses. Wir vermitteln Emotionen. Wissen Sie, der Kindertraum, durch eine Schokoladenfabrik zu spazieren und überall zu probieren, der ist heute aus hygienischen Gründen nicht mehr realisierbar. Unsere «Cailler Experience» bietet aber einen hochwertigen Ersatz. Wir erzählen Geschichten, machen erlebbar, was Cailler ausmacht. Das hat auch einen pädagogischen Aspekt, vor allem aber einen emotionalen. Am Schluss ist jeder Besucher ein Mitglied der Cailler-Familie. Und da gehört der Shop als integrativer Bestandteil dazu. Tolle Shop-Produkte, die diese Emotionen transportieren, sind deshalb zentral.»

«Wir vermitteln Emotionen. Wissen Sie, der Kindertraum, durch eine Schokoladenfabrik zu spazieren und überall zu probieren, der ist heute aus hygienischen Gründen nicht mehr realisierbar.»

Sind denn auch Umsatzzahlen wichtig?

Fleur Helmig: «Der Shop macht durchaus Umsatz. Während der Schulferien sind beispielsweise täglich 3 000 Besucher da, die gerne etwas mit nach Hause nehmen, Schokolade ebenso wie bleibende Souvenirs. Aber im Zentrum steht, dass wir in spielerischer Weise die Markenwerte von Cailler unterstützen und gleichzeitig ein ausserordentliches Tourismus-Erlebnis bieten wollen. Dementsprechend sind wir auch eine Station auf der «Grand Tour of Switzerland», dem grossartigen Road Trip von Schweiz Tourismus. Dies zeigt, wie fest Cailler verankert ist im kulinarischen Erbe der Schweiz.»

Und dabei bewährt sich das Rundum-Sorglos-Paket
von Pandinavia?

Carine Chautems: «Sehr, ja. Pandinavia übernimmt die gesamten Abläufe, von den Verhandlungen mit den Lieferanten, über die Produktion und Logistik bis hin zur Planung des Inventars. Wir können uns somit auf andere Dinge konzentrieren. Ich kann das allen empfehlen, die ein entwickeltes Portfolio handhaben müssen, insbesondere im Tourismusbereich – Museen beispielsweise!»

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Maison Cailler

Die Erlebniswelt «Maison Cailler» wurde 2010 eröffnet. Mit jährlich rund 400 000 Besuchern gehört sie zu den bedeutendsten Tourismusattraktionen des Landes. Im Zentrum steht ein modernes Museum, die «Cailler Experience». Knapp vierzig Mitarbeitende sorgen auf 2 400 Quadratmetern für eine multimediale Reise durch die Geschichte und Herstellung der Schokolade sowie der Marke Cailler. Die Degustation am Schluss ist der süsse Höhepunkt des Rundgangs.

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