Bärli-Biberli ein Werbeträger zum Anbeissen

10.06.2020

An Tankstellen und Kiosken, in Bahnhöfen, bei Coop und an vielen anderen Auslagen stechen die farbig verpackten Bärli-Biberli ins Auge, und auch Pandinavia vermittelt ihren Kunden die Süssigkeit als Werbeträger. «Promo Impulse» machte sich auf den Weg nach Weissbad (AI) – zwischen Appenzell und dem Alpstein gelegen –, wo Reto Bischofberger und seine Schwägerin Andrea einen ausgiebigen Blick in den Familienbetrieb gewährten.

Wie entsteht ein Appenzeller Bärli-Biber?

Biberfladen sind in der Ostschweiz ein weit verbreitetes und beliebtes Gebäck. «A und O ihrer Qualität bilden die hochwertigen Grundstoffe, aus denen sie hergestellt werden», beteuert Reto Bischofberger. Im Untergeschoss des Fabrikationsgebäudes lagern tonnenweise Weizen- und Dinkelmehl, Zucker sowie Honig, Mandeln und Haselnüsse, die darauf warten, im Erdgeschoss teils von Hand, aber hauptsächlich mithilfe von beeindruckenden Maschinen verarbeitet zu werden. Im Betrieb sind um die 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, deren Zahl sich in den Monaten vor Weihnachten wegen der gesteigerten Nachfrage fast verdoppelt. Hauptsächlich aus Mehl, Honig und Gewürzen setzt sich der Teig zusammen und die zuvor geschälten Mandeln bestimmen die Füllung. Die unverwechselbare Eigenart der Bischofberger-Produkte beruht auf der Mischung von 14 Gewürzen, deren Mischung etwas geradezu Verschwörerisches anhaftet: Der Kreis der Eingeweihten beschränkt sich strikte auf die beiden Brüder Reto und Urs und ihren Vater.

Ist der Teig ausgewalzt und die Füllung bereitgestellt, beginnt der Aufbau des Gebäcks. Seinem Endformat entsprechende runde oder rechteckige Stücke werden auf einen Holzmodel gelegt, in den das Sujet geschnitzt ist, das die Oberfläche des Biberlis zieren wird. Darauf kommen eine Schicht Füllung und als Abschluss wiederum ein Stück Teig zu liegen. Zum Schluss wird das Ganze umgestülpt, sodass das Model oben liegt und nochmals in den Teig geprägt wird. Dieser Vorgang wird für die grossen Biber immer noch von Hand ausgeführt, für die kleinen Biberli kommt dafür eine speziell konstruierte Maschine zum Einsatz. Anschliessend gelangen die «Rohlinge» in eine Backstrasse mit unterschiedlich beheizten Sektoren, an deren Ende sie in der gewohnten hellbraunen Lebkuchenfarbe herauskommen und mit Einsatz von etwas Gummi arabicum – einer natürlichen Akazienfaser – noch etwas Glanz erhalten. Nun geht’s noch eine Etage höher zur weitgehend automatisierten Verpackungsanlage.

Um die Bekanntheit der Bärli-Biberli als Kundengeschenk zu steigern, sind Pandinavia und die Bischofberger AG vor rund zwei Jahren eine fruchtbare Kooperation eingegangen. Pandinavia vertreibt die viereckigen 43-g-Bärli-Biberli als Werbeträger in der ganzen Schweiz zu den bestmögliche Konditionen.

Kunst am Biber

Die Model mit den verschiedenen Darstellungen aus dem Appenzeller Bauern- und Älplerleben und den Bären werden in der Holzbildhauerei von Guido Neff in Appenzell gestochen. Die Familie Neff ist seit über 100 Jahren auf diesem Gebiet tätig und schnitzt neben Modeln auch Ornamente, Figuren, Schriften, Grabmäler und anderes. Der Kunsthandwerker übernimmt überdies fremde Vorlagen wie z.B. Firmenlogos und überträgt sie in seine Holzmodel. Das eröffnet den Biberli den Weg in den Bereich der Werbegeschenke, den die Bischofberger AG zusammen mit Pandinavia pflegt.

Die Verpackungen der Backwaren kommen ausgesprochen farbig daher. Eine Druckerei in St. Gallen liefert bedruckte Cellophanrollen nach Weiss-bad, mit denen ein Apparat die Köstlichkeiten verpackt. Die farbigen Sujets beruhen auf Darstellungen bekannter Appenzeller Volkskünstler, können aber ebenso gut aus einem Firmenlogo bestehen. Sport treiben, sei’s Velo fahren oder wandern. Das Biberli hat einige Eigenschaften, die dieser Zielgruppe entgegenkommen: bei Wärme schmilzt es nicht, bei Kälte wird es nicht steinhart, es ist robust und geht nicht in die Brüche, wenn der Rucksack unsanft landet, und eignet sich überall zum Stillen des kleinen Hungers. Das alles macht es auch zum Verteilen an Messen und überhaupt als süsses Give-away überaus geeignet.

Neben den hervorragenden Eigenschaften des Produktes schätzt Pandinavia die kurzen Lieferfristen und die bescheidenen Mindeststückzahlen, von denen sie und ihre Kunden profitieren können.

«Die Familie Neff ist seit über 100 Jahren auf diesem Gebiet tätig und schnitzt neben Modeln auch Ornamente, Figuren, Schriften, Grabmäler und anderes. Der Kunsthandwerker übernimmt überdies fremde Vorlagen wie z.B. Firmenlogos und überträgt sie in seine Holzmodel.»

Was haben die Appenzeller Biber mit dem Nagetier gleichen Namens zu tun?

Nichts – ist die einfache Antwort! Die Sprachforscher bieten drei Erklärungen für die Herkunft des Gebäcknamens an: Zum einen könnte der lateinische Ausdruck «piper» dahinterstecken, der im Mittelalter nicht nur den Pfeffer, sondern die Gewürze allgemein bezeichnete – und Gewürze spielen bei dieser Backware eine entscheidende Rolle. Zum andern wird erklärt, dass das Gebäck in früheren Jahrhunderten den Namen «Bimenzelten» trug. Das könnte eine Verdeutschung des lateinischen Wortes «pigmentum» sein, was Farbstoff oder ganz allgemein Gewürz bedeutete. Schliesslich führt ein Autor noch das mittelalterliche «bî-Brot (Bienenbrot) ins Feld, womit auf denbestimmenden Honiganteil am Teig verwiesen würde.

Das Sortiment

Die Angebotspalette der Bischofberger AG beschränkt sich auf fünf Hauptsorten mit verschiedenen Untervarianten. Als Werbegeschenk steht das kleine Appenzeller Bärli-Biberli, rund oder eckig, 75 oder 43 Gramm schwer, im Vordergrund, zusammen mit der Neuheit Appenzellerli oder Landsgmends-Chrempfli. Diese Neuheit beruht auf dem traditionellen Rezept des Anis-Bibers und ist ein Eierteiggebäck mit Haselnussfüllung und einem Gewicht von 17 oder 60 Gramm. Ausserdem gibt es die Bärli-Biberli im Grossformat bis zu 1250 Gramm mit verschiedenen Sujets aus dem Appenzeller Brauchtum. Appenzeller Bireweggli und die Appenzeller Nussstange ergänzen das Angebot.

Wer liebt Bärli-Biberli?

Spontan nennt Andrea Bischofberger, zuständig für das Marketing der Firma, die Sportler. Sie meint damit nicht nur Athletinnen wie etwa die Appenzeller Skirennfahrerin Mirena Küng, sondern ganz gewöhnliche Zeitgenossen, die in ihrer Freizeit Sport treiben, sei’s Velo fahren oder wandern. Das Biberli hat einige Eigenschaften, die dieser Zielgruppe entgegenkommen: bei Wärme schmilzt es nicht, bei Kälte wird es nicht steinhart, es ist robust und geht nicht in die Brüche, wenn der Rucksack unsanft landet, und eignet sich überall zum Stillen des kleinen Hungers. Das alles macht es auch zum Verteilen an Messen und überhaupt als süsses Give-away überaus geeignet.Neben den hervorragenden Eigenschaften des Produktes schätzt Pandinavia die kurzen Lieferfristen und die bescheidenen Mindeststückzahlen, von denen sie und ihre Kunden profitieren können.

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Bischofberger AG, Weissbad

1963 entschlossen sich Josef und Alice Bischofberger, den Schritt von der konventionellen Bäckerei zur Fabrikationsstätte
der erfolgreich vermarkteten Appenzeller Bärli-Biber zu voll-
ziehen. Ein eigenes Direktvertriebssystem wurde aufgebaut, das seit 1970 auf einer Partnerschaft mit Zweifel Pomy-Chips AG beruht.
«Unsere Eltern sind hauptsächlich in den 1970er-Jahren ein erhebliches Risiko eingegangen, das sich aber, im Nachhinein betrachtet, gelohnt hat», sagt Sohn Reto, der heute die Firma zusammen mit seinem Bruder Urs leitet.

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